Transiente Messungen

Jede Änderung der Strömungsgeschwindigkeit sowohl in offenen Gerinnen als auch in Drucksystemen verursacht Druck- und Volumenstromschwankungen. In offenen Systemen resultieren Druckschwankungen in einer Änderung des Wasserspiegels. In geschlossenen Systemen hingegen werden diese Schwankungen durch die Elastizität der Leitungen und durch das Wasser aufgenommen und abgegeben, wodurch sich Störungen im System fortpflanzen. Schon bei kurzen Drucksystemen und kleinen Volumenströmen sind Schäden durch Druckstösse bei unsachgemässer Auslegung des Systemes zu erwarten. Bei einer Auslegung ist das primäre Ziel, die Leitungen, Einbauten sowie Befestigungen in Bezug auf die maximalen- und minimalen Druckspitzen hin zu dimensionieren.

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Etaeval bietet Messungen zeitlich veränderlicher Drücke an. Daneben können durch unsere Datenerfassung auch weitere Messdaten von Volumenstrom, Oberwasserpegel usw. erfasst werden. Abtastfrequenzen von 1 kHz sind realisierbar, in den Anwendungen reichen jedoch oft schon 10 Hz, da das Drucksystem meistens lang und damit die Periodendauern der Druckstösse auch entsprechend gross sind (im Sekundenbereich). Mehrere Druckmessstellen im Drucksystem können instrumentiert und simultan erfasst werden. Auch Wasserschlossschwingungen werden miterfasst. Zudem können Schliessvorgänge von Regulierorganen mit einem Seilzugwegmessaufnehmer transient aufgenommen werden.

Eigenschaften der Druckstossmessung:

  • Messungen zeitlich veränderlicher Druck- und Volumenstromschwankungen
  • für Pumpen und Turbinen
  • mit Drehzahlmessung und weiteren Messgrössen kombinierbar (empfohlen)
  • Diskussion der Wasserschlossschwingungen, Strömungsrichtungsänderungen usw.

Interessant sind die Kombination aus vorgängigen transienten Simulationen (Druckstoss- und Massenschwingungen) und deren Überprüfung an der realen Anlage. Werden die transienten Simulationen von uns durchgeführt, so ist auf der Anlage eine kontinuierliche “Belastungssteigerung“ des Systems (z.B. schnellere Schliesszeiten, Volumenstromerhöhung) mit einer parallel laufenden Simulationsüberprüfung möglich. Damit kann die nächst höher liegende “Belastung“ durch allenfalls angepasste Simulationsergebnisse abgeschätzt werden.